Samstag, 14. Dezember 2013

Der Reporterbericht

Der Reporterbericht ist ein anderhalb bis zwei minütiger Nachrichtenfilm, welcher Erläuterungen, Stellungnahmen von Beteiligten und auch Einschätzungen des Autors enthält. Die Herstellung des Berichts liegt in der Verantwortung des jeweiligen Reporters oder Korrespondenten, weshalb er als Korrespondenten- oder Reporterbericht bezeichnet wird.


Inhaltlich basiert der Bericht nicht ausschließlich auf Agenturmeldungen sondern auch auf eigenen Recherchen des Reporters. Direkt vor Ort werden Aufnahmen gemacht und O-Töne gesammelt.

Ein Bericht lässt sich grundsätzlich einer der folgenden drei Kategorien zuordnen:

  1. Terminbericht

    Hier handelt es sich um einen Bericht über einen relevanten Termin wie beispielsweise eine Bundestagssitzung oder Pressekonferenz, einen Parteitag oder Kongress. Der Vorteil eines Terminberichts ist die Möglichkeit der langfristigen Planung, da Termin meist seit längerem feststehen. Nachteilig sind meist schwache Bildmotive der eigentlichen Veranstaltung, sodass darüber hinaus im Vorfeld passende Aufnahmen produziert werden

  2. Hintergrundbericht

    Der Hintergrundbericht ist ein Erklärstück, welches zum Beispiel aus Anlass von Gesetzesänderungen, Jahrestagen oder ähnlichem produziert wird. Vorstellbar ist auch ein ergänzender Beitrag ("B-Stück") zu einem Terminbericht ("A-Stück").

  3. Aktueller Bericht

    Im aktuellen Bericht wird ein aktuelles Ereignis (wie Entführungen, Geiselnahmen, Unfälle etc.) für Nachrichtensendungen aufbereitet. Da diese Ereignisse nicht planbar sind, enthält diese Art des Berichts meist weniger Information. Das Material wird meist vom Ü-Wagen per Satellit oder Internet direkt in die Nachrichtenproduktion übertragen. Unter Umständen kommen dabei auch Bilder von freien Journalisten zum Einsatz, welche gegen Honorar zur Verfügung gestellt worden.

    Für die Anschlussberichterstattung sammelt der Reporter direkt am Ort des Geschehens alle verfügbaren Informationen wie O-Töne von Augenzeugen, Betroffene oder Polizeisprecher.

Wird Fremdmaterial verwendet, sollte der Report stets im Blick haben, dass dies eine eigene Sprache spricht. Gern nutzen Firmen und Pressestellen die Möglichkeit mithilfe von professionellem Film- und Tonmaterial eine bestimmte Sichtweise im Beitrag unterzubringen.

Ein typischer Bericht hat drei Bestandteile: Ein eindrucksvolles Einstiegsbild liefert den nachrichtlichen Kern und soll das Interesse des Zuschauers wecken. O-Töne beleben des Bericht, umfassen jedoch maximal 1/3 der Gesamtlänge und finden sich im Regelfall nicht am Anfang oder Ende. Schließlich werden auch Aufsager genutzt.

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