Samstag, 16. November 2013

Wer macht was im Social Web?

Die neuesten Studien des ARD & ZDF zum Nutzerverhalten und der Entwicklung des viel thematisierten Social Web, zugeschnitten auf den Crossmedia Studiengang. Lesen Sie hier die relevanten Facts.

Die Online-Studie des ARD & ZDF zum Thema Social Media befasst sich für 2013 mit Communities, bei denen die Nutzer sich aktiv in die Community einbringen, d.h. es werden Communities betrachtet bei denen die Nutzer ein eigenes Profil anlegen können. Hierbei ergibt sich folgendes Bild:



46% aller Online Nutzer sind auch Mitglied in einer privaten Community. Dabei zeichnet sich ein Trend dazu ab, ausschließlich eine Community zu benutzen. 65% aller Nutzer einer privaten Community sind genau in einer Community Mitglied.
Tendenziell sind mehr Männer Mitglied in einer privaten Community als Frauen. Da aber auch mehr Männer als Frauen das Internet nutzen bleibt die prozentuale Verteilung über die Nutzer gleich.
Die höchsten Zuwächse gegenüber 2012 werden in der Altersgruppe der 20-29-Jährigen und der 40-49-Jährigen verzeichnet. Insgesamt ist die Nutzungsquote der Teenager und Twens mit 83% am höchsten. Aber auch in der Altersgruppe der 30-49-Jährigen sind immer noch etwa 50% Mitglied in einer privaten Community. Diese Quote fällt rapide bei den über 50-Jährigen auf 16% ab.
Die größte Community mit einem Nutzeranteil von 89% ist Facebook.
Die tägliche Nutzungsdauer der privaten Netze hat sich um durchschnittlich 9min erhöht (von 2012 auf 2013). Das heißt, die Onliner verbringen durchschnittlich 63min am Tag in ihren privaten sozialen Netzwerken. Bei der Altersgruppe 14-29 Jähriger beträgt die durchschnittliche tägliche Nutzung sogar 67min. 
Private Communities werden hauptsächlich als Kommunikationsinstrument genutzt, wobei sich die Motivation der Nutzer aus den Themen Selbstdarstellung, Vernetzung/Kontakt halten und Informationsbeschaffung speist. Letzteres Nutzungsverhalten hat gegenüber 2012 um 5% zugenommen, so dass klassische Nachrichtenportale weiter an Bedeutung verlieren.
Die Nutzungshäufigkeit der privaten Communities liegt durchschnittlich bei einmal in der Woche.
62% der Facebooknutzer nutzen auch Fanseiten von Unternehmen/Produkten/Marken, wobei hier Musikbands an erster Stelle liegen. Im Schnitt haben die User 8 Fanseiten geliked, auch wenn Neuigkeiten von diesen Seiten oft blockiert werden, der User also nur passiv sein Interesse an der Seite zum Ausdruck bringt.
Die großen Communities stellen Ihren Usern so viele Funktionalitäten zur Verfügung, dass diese das weitere Netz oft nicht mehr nutzen. So sagen 16% aller Nutzer von privaten Communities, dass das restliche Netzt für sie kaum noch Bedeutung hat.
54% aller Internetnutzer sind noch keine Mitglieder in einer privaten Communitiy. Dabei spielen auch Datenschutzgründe eine Rolle.


Ganz konträr zu den privaten Netzen, bewegen sich nur 10% aller Onliner in beruflichen Netzen (wie Xing oder Linkeln). Jener überwiegende Teil der Befragten, der angab sich in keinem beruflichen Netz zu bewegen wurde nach den Gründen dafür gefragt:


  • 93% kommunizieren ohnehin auf anderen Wegen.
  • 76% sehen keinen Vorteil für sich.
  • 75% bezeichnen berufliche Netze als „Zeitfresser“.
  • 74% haben Angst vor Datenmissbrauch.

Twitter hat in Deutschland eine Sonderstellung eingenommen, weil es zum einen innerhalb Eines Jahres einen Zuwachs von 87% verbuchen konnte. Zum Anderen weil nur 1/3 seiner User aktive User sind. Außerdem sind Twitternutzer überdurchschnittlich jung. In der Altersgruppe 50+ nutzen nur 3% Twitter. Zusätzlich konnte Twitter den stärksten Zuwuchs in der Altersgruppe 14-19 Jahre verbuchen. Des Weiteren gehören in der Twitter-Community überdurchschnittlich viele Nutzer zu den Gruppen der „jungen Wilden” und der Trendsetter. 




Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen