Samstag, 16. November 2013

Heroes – die innovativste TV-Erfahrung im Web

Die TV-Serie Heroes gilt als Pionierin auf dem Gebiet des transmedialen Storytellings. Das inhaltliche und wirtschaftliche Erfolgsrezept ist ein unvorstellbares crossmediales Konstrukt. Wir stellen die Mechanismen vor, die der Heroes-Kosmos anwendet.

“Heroes provides the most innovative and immersive interactive TV experience on the web.”
http://vimeo.com/8700233, aufgerufen am 16.11.2013

Heroes-Website bei NBC, http://www.nbc.com/heroes/evolutions/

Marketing

Fans wollen heutzutage an ihren Serien aktiv teilhaben, und zwar durch mehr als Wettbewerbe. Heroes involviert als erste Serie die Fangemeinde massiv auf technische und v.a. auch auf kreative Art und Weise. Produzent Tim Kring hat dabei auch im Blick, dass heutzutage immer mehr Serienfans nicht über die klassischen Wege Serien schauen und sich z.B. illegaler Torrents bedienen. Die ganze multimediale Strategie basiert darum auf verschiedenen Einnahmequellen: Selbst wenn Fans die Serie an sich illegal beziehen, verdient die Produktionsfirma immer noch auf anderem Wege (z.B. durch Werbung auf den Websites). Das ist eine Marketingstrategie am Puls der Zeit.

Narrative Strategien

Es wird ein Universum geschaffen, das ein narratives Ganzes ergibt. Im Zentrum steht die TV-Serie. Hinzu kommen:

Zusatzinformationen geben

  • Wiki,
  • Webcomics (in verschiedenen Formaten)
    • Nutzung online (PC) und auf Smartphones
    • Handlungsstränge der Charaktere werden weiterverfolgt und können später wieder aufgegriffen werden
    • Verschiedene Erzähllevels: Onlinenutzer werden mit zusätzlichen Informationen „belohnt“, aber auch für den reinen Seriennutzer dürfen diese Informationen nicht notwendig sein, um den Kontext zu verstehen
  • Webisodes
    • Zusätzliche gefilmte Serie, die aber nur online verfügbar sind
  • Dokuportal zu historischem Mythos, auf dem die Serie basiert

 
Webisodes, http://heroeswiki.com/Portal:Webisodes

Authentizität schaffen

  • Tausende verschiedene Websites, z.B.
    • Viele Unternehmenswebsites, inkl. Hintergrundinfos, Stellenangeboten, Einhacken in Überwachungskameras, …
    • Fiktive Charaktere bekommen eigene Websites und werden dadurch „real“
    • Der ganze narrative Kosmos ist dadurch nicht mehr auf die Serie begrenzt, sondern weitet sich in die „richtige Welt“ aus. Die Inhalte der Serie scheinen dadurch realer.
  • Soziale Medien,
    • Charaktere nutzen alle möglichen sozialen Medien (Twitter, MySpace, Facebook, …)
    • Charaktere schreiben Blogs und Chats, verhalten sich wie echte Personen
  • Kosmos rund um fiktives Buch Activating Evolution

Facebook-Seite Claire Bennet, https://www.facebook.com/pages/Claire-Bennet/23868699231

Infoseite Activating Evolution, http://www.activatingevolution.org/

User-generated content

  • Fan-Fiction und Fan-Kunst werden explizit unterstützt

Heroes Fan Art, http://www.comicbookmovie.com/fansites/comic2lambert/news/?a=19944

Fazit

Dadurch entsteht ein riesiger crossmedialer und transmedialer Kosmos, der die Nutzer intensiv an die Serie bindet.



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